Empathie

Was tun, wenn ein hohes Maß an Empathie WEHTUT
(weil du dich beispielsweise im Leid der Welt verlierst)

Sicher kennst Du das Gefühl, das deine Empathie manchmal so stark ist,
dass sie beinahe schon Schmerzen auslöst, vor allem dann, wenn du demjenigen, dem deine Empathie gilt, aktiv keine Unterstützung schenken kannst.
Ein solches Gefühl kennen viele hochsensible Menschen, denn sie verschmelzen oft so sehr mit den Gefühlen anderer, dass sie kaum die Möglichkeit finden sich abzugrenzen.

Als besonders anstrengend empfinden es viele von ihnen, dass es an so vielen Orten auf der Welt so viel Leid gibt, welches sie aus der Ferne beim besten Willen nicht abwenden oder lindern können.
Oft entsteht daraus eine Hilflosigkeit, die wie gesagt, häufig als schmerzhaft empfunden wird.
Dabei stehen viele Empathen nicht nur den äußeren Begebenheiten hilflos gegenüber,
nein… oft fühlen sie sich zusätzlich hilflos gegenüber ihren eigenen starken empathischen Gefühlen,
die darüber hinaus, von vielen Mitmenschen im persönlichen Umfeld, in der persönlich wahrgenommenen Intensität kaum nachvollzogen werden können.
So fühlen sie sich häufig ein stückweit verloren in einer gefühlt „viel zu rauen Welt.“

DIE GABE DER EMPATHIE NUTZEN
Um sich nicht selbst zu verlieren, sondern die Gabe der Empathie im positiven Sinne zu nutzen oder auch ins Weltgeschehen einfließen zu lassen, ist es zunächst einmal wichtig,
sich bewusst zu machen, dass man die ganze Welt nicht retten kann… So traurig es ist, es ist wie es ist.
Sicherlich löst diese Tatsache bei vielen eine große innere Traurigkeit oder auch das Gefühl der Hilflosigkeit aus, doch anstatt sich darin zu verlieren ist es wesentlich sinnvoller, an den Orten zu agieren und aktiv zu sein, an denen die Empathie einen Teil der Welt und wenn es auch nur ein ganz kleiner und naheliegender ist, bereichern kann.

Aus dem Gefühl der Hilflosigkeit herauszukommen kann gelingen, indem man Sinnhaftigkeit findet durch Aktion.
Aktiv etwas im Bereich des Möglichen zu unterstützen, lässt einen dann oft auch etwas besser kompensieren, dass es Orte gibt, an denen keine Unterstützung möglich ist.
Der Tropfen auf dem heißen Stein zu sein, ist besser als still zu leiden,
deshalb ist es gut ,
aus der Machtlosigkeit herauszukommen und diese umzuwandeln in liebevolle Aktion.
Du kannst beitragen, was du beizutragen in der Lage bist.

Aus einem starken passiven Mitgefühl bzw. einem häufig schmerzenden Mitleid herauszutreten…
und dorthin zu gelangen, den Wert einer AKTIVEN Handlung zu entdecken.
erfordern jedoch manchmal Mut, Überwindung oder ein gewisses Aufraffen. 😉

Doch es lohnt sich, denn es ist wichtig und wunderschön zu spüren,
dass selbst der kleinste Tropfen auf dem heißen Stein… ein unendlich wichtiger sein kann.
Den ersten Schritt heraus aus einem hilflosen Gefühl, hinein in eine Aktion zu wagen, kann unendlich unterstützend und befreiend sein.
Manchmal bewegt schon ein Lächeln allein so viel auf dieser Welt.

Kleine und feine empathische Reaktionen und Handlungen, sind dabei genauso heilbringend wie große
und das schöne ist, jeder einzelne kann seine wunderbaren Stärken der Empathie in AKTIONEN umwandeln.

Fazit:
Empathie ist etwas Kraftvolles, auch wenn sie manchmal Auslöser ist für eine tiefe Traurigkeit oder Hilflosigkeit.
Ein einzelnes Herz kann das Leid der Welt nicht heilen
aber diejenigen, denen deine Empathie und deine Aufmerksamkeit entgegen fließt,
sind dem Glück ein Stückchen näher.
Alleine dafür ist es so wundervoll, wenn es dir gelingt, deine Empathie in die richtigen Bahnen zu lenken.
💕
© Loubins Way

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