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„Hoch“sensibel heißt nicht… ich bin mehr oder besser als andere

Hochsensibilität
Der BEGRIFF allein sorgt manchmal schon für UNMUT

Der Begriff Hochsensibilität hat in meinem persönlichen Umfeld sowie auch in den Erzählungen vieler hochsensibler Mitmenschen häufig dazu geführt,
dass mancher normalsensible Mitmensch sich (oft unbewusst) auf eine bestimmte Art und Weise schon alleine durch das Wort Hochsensibilität angegriffen gefühlt hat.

Das Wort „HOCH…“ hat es dabei in sich.

Fast reflexartig reagieren viele Mitmenschen auf Worte wie:
„ich bin ein hochsensibler Mensch“
oder „mein Kind ist hochsensibel“
mit einem Gefühl, auf irgendeine Art und Weise angegriffen oder abgewertet zu werden.

Oft folgen dann Sätze wie:
„achso, du meinst also du wärst sensibler als ich,
dabei bist du es doch, die von uns beiden so oft zuerst los schreit…

Du bist es doch,
die oft ungehalten ist und wenig empathisch, wenn es nicht nach ihrer Nase geht oder etwas unvorhersehbares geschieht.

Und du willst sensibler sein als ich…
haha, dieser Begriff Hochsensibilität nervt, so viele meinen mittlerweile, sie wären hochsensibel und etwas ganz besonderes, vielleicht sogar etwas besseres…

oder es kommen Sätze wie:
„ihr Kind soll hochsensibel sein, es ist doch das Erste, welches schon früh morgens anfängt zu hauen“

Kürzlich hatte ich sogar ein Gespräch mit einer Lehrerin, die (unbewusst) gleich erst einmal in eine Abwehrhaltung gegangen war, nachdem die Eltern ihr Kind als hochsensibel bezeichnet haben.
Da dieses Kind extrovertiert und oft auch aggressiv war, ging sie davon aus, dass die Eltern bestimmte Defizite des Kindes einfach unter diesem Begriff deckeln wollten.

Ihre innere Haltung dem Thema gegenüber war gleich erst einmal ablehnend,
nachdem Sie den Begriff „Hoch“sensibilität gehört hatte.

Da sie jedoch eine interessierte und engagierte Pädagogin ist,
hat sie sich dennoch über das Thema Hochsensibilität informiert und tatsächlich in dem extrovertierten, häufig aggressiven Kind,
Verhaltensweisen entdeckt, die sich in der Hochsensibilität spiegelten.

Letztendlich hatte sie sich nicht gut gefühlt mit ihrem ersten vorschnellen Urteil und engagiert sich inzwischen im Kollegenkreis und darüber hinaus, um in Bezug auf das Thema Hochsensibilität mehr und mehr aufzuklären.

In diesem Fall war die Lehrerin engagiert,
das ist wundervoll…
aber leider immer noch zu selten.
Selbst so mancher Kinderarzt oder auch Psychologe reagiert in Bezug auf das Thema Hochsensibilität häufig noch gereizt.

Um diesen häufigen ersten Abwehrreaktionen ein bisschen Wind aus den Segeln zu nehmen, benutze ich das Wort Hochsensibilität nicht mehr als Einleitung.

Eher benutze ich einleitende Worte wie:
„Mein Kind (oder ich) sind mit einem angeborenem Persönlichkeitsmerkmal auf die Welt gekommen,
durch dass es sich, (ich mich) von ca 80 bis 85% der Mitmenschen unterscheidet.

Dieses Persönlichkeitsmerkmal trägt neben vielen wundervollen Attributen auch eine stark ausgeprägte Reizempfänglichkeit und Reizverarbeitung in sich.

Werden bestimmte Reaktionen und Verhaltensweisen, die durch die ausgeprägte Reizempfindlichkeit ausgelöst werden mit den Reaktion und Verhaltensweisen der meisten Mitmenschen verglichen, kann das zu großen Missverständnissen sowie auch zu unangepassten Reaktionen auf das jeweilige Verhalten führen.

Deshalb ist es mir so wichtig, das mein Kind, (ich) verstanden werden, in dem was es, (mich) ausmacht,
welche Stärken, welche Schwächen und welche Verhaltensweisen es in sich trägt, (ich in mir trage,) damit Vergleiche und Missverständnisse vermieden werden können.

Die Unterschiedlichkeit der Menschen ist etwas Bereicherndes und Wunderbares,
wenn ein jeder ganz individuell sein Potenzial entfalten kann und man sich gegenseitig verstehen lernt, kann ein wundervolles, verständnisvolles Miteinander gut gelingen.

Und wie schon sagte,
wer einander versteht kann auch miteinander glücklich sein

© Loubins Way

Sensible Seele

Sensible Seele
wie oft schon warst du verunsichert,
hast an dir gezweifelt
oder den Fehler als erstes bei dir gesucht,
nur weil dein Gegenüber laut geworden ist

Doch denke immer daran,
bevor du an dir selber zweifelst…

Wenn jemand seine Stimme laut gegen dich erhebt,
hat dieser jemand…
je lauter er spricht,
oft umso weniger zu sagen

Lautstärke ist keine Stärke,
sondern häufig eine kaschierte
Hilflosigkeit
oder Unsicherheit

Also zweifle nicht gleich an dir,
wenn ein anderer
ganz LAUT…
eigentlich ganz
SPRACHLOS
ist


© Loubins Way

Begegnung auf Augenhöhe

HOCHSENSIBLE SEELE
Glück und Traurigkeit

Es gibt immer wieder Momente,
in denen die wundervolle Hochsensibilität,
die ich in mir trage und die ich trotz
so vieler Herausforderungen lieben gelernt habe,
doch wieder einmal kollidiert,
mit einem…
mich auf meiner Gefühlsebene so gar nicht verstanden zu fühlen…

Eigentlich ist es so,
dass ich um nichts in der Welt tauschen möchte.
Ich liebe meine Empfindsamkeit und meiner individuelle Wahrnehmung,
denn sie bereichert meine kleine Welt… und vielleicht sogar so manchen über diese hinaus.

Auf der anderen Seite,
ist sie oft auch Ausdruck für einen tiefen innerer Schmerz und ein Gefühl der Einsamkeit…

Denn es gibt immer wieder
und immer noch viel zu oft,
Momente…
da wünschte ich mir,
ein friedvolles, verständnisvolles Miteinander mit anderen
würde sich nicht so oft so weit entfernt anfühlen.

Bei einem Unverständnis untereinander,
aufgrund unterschiedlicher Gefühlswahrnehmungen und Ebenen
mancher normal-sensibler und hochsensibler Menschen,
gibt es jedoch keinen Gewinner und keine Verlierer,
gibt es kein richtig oder falsch,
denn…
es kann für ALLE Beteiligten schwierig sein,
sich in den jeweils anderen einzufühlen und nachzuspüren
was dieser wahrhaft fühlt.

GEMEINSAM statt GEGENEINANDER

Mein Wunsch an alle Mitmenschen, ganz egal ob normal-sensibel oder hochsensibel,
ist…

Lasst uns einander begegnen auf Augenhöhe,
mit einem liebevollen Respekt für den Blickwinkel des jeweils anderen.

Das schafft vielleicht noch nicht das Verständnis für bestimmte unterschiedliche Gefühlsebenen oder Wahrnehmungen,
doch legt sich ein authentisches, warmherziges gegenseitiges Verhalten
vielleicht heilsam und liebevoll…
wie ein aufgeklebtes Pflaster,
auf eine Stelle
die schmerzt…

© Loubins Way

Hochsensibilität und das ausgeprägte Harmoniebedürfnis


Harmoniebedürfnis

Viele hochsensible Menschen fühlen sich erst richtig wohl,
wenn es auch den anderen um sie herum gut geht und möglichst alle friedlich und harmonisch miteinander auskommen.

Sie tragen ein hohes Bedürfnis nach einer tiefen HARMONIE in sich und gehen dafür oft, (häufig ganz unbewusst) über ihre eigenen Grenzen.
Besonders Unstimmigkeiten sind für viele kaum auszuhalten.
Scheint die Harmonie in Gefahr oder ist eine solche im Raum oder im Zusammensein mit anderen nicht spürbar,
versuchen viele Hochsensible an allen Ecken
zu beschwichtigen,
auszugleichen,
die Stimmung aufzuhellen,
Leichtigkeit zu verbreiten uvm.

Ein solches ständiges „auf der Hut sein“ kann sehr anstrengend sein, vor allem dadurch, weil viele Hochsensible Unstimmigkeiten häufig schon spüren, bevor diese ausgesprochen oder sichtbar werden.

Durch das Häufige „auf der Hut sein,“ geraten sie schnell in eine passive Daueranspannung und so kann es dann passieren, dass gerade weil sie die HARMONIE so lieben…selbst dabei in eine DISHARMONIE geraten.
Durch die mögliche Daueranspannung rückt der eigene innere Frieden oft in weite Ferne.

Das kann sogar so weit gehen, dass sie durch ihre SEHNSUCHT nach HARMONIE selbst stark ins Trudeln oder unter starken inneren Druck geraten können sowie sich ausgelaugt fühlen oder sich gar aggressiv verhalten.

Zu Missverständnissen kann es führen, wenn ein hochsensibles Wesen, welches sich selbst so sehr nach Harmonie sehnt, durch die potenzielle Daueranspannung so stark angespannt ist, dass es aufgrund dessen selbst nicht mehr harmonisch reagieren und handeln kann…

spätestens dann…
ist es für einen Außenstehenden schwer verständlich, dass ein ungehaltenes oder aggressives Verhalten mit einer SEHNSUCHT NACH HARMONIE zusammenhängen könnte.

Sätze wie: „DU willst hochsensibel sein… das ich nicht lache, so aggressiv wie DU bist… NIEMALS…
kennen sicherlich viele hochsensible Menschen.

Also all ihr Lieben, die sich selbst erst richtig wohl fühlen, wenn auch alle drumherum glücklich sind…
Vergesst euch selber nicht dabei und denkt immer daran, möglichst gut für euch selbst zu sorgen
sowie gut auf eure eigenen Grenzen zu achten.


© Loubins Way

Hochsensibilität und die Wahrnehmung

IMMER AUF EMPFANG
Hochsensible Menschen sind immer auf Empfang,
sie nehmen kleinste Details wahr.
Meist bezieht sich diese ausgeprägte individuelle Wahrnehmung auf zwei bis drei Sinne.

Viele hochsensible Menschen verfügen über ein stark ausgeprägtes Mitgefühl und tragen eine tiefe Berührbarkeit in sich, wobei nicht unterschieden wird zwischen den Gefühlen anderer und den eigenen.
Der Schmerz eines anderen wird dann häufig erlebt wie ein eigener Schmerz.
Das tiefe Mitgefühl kann zu Ängsten, Überreizung, Überanstrengungen oder auch zu Gefühlsschwankungen führen.
Oft erkennen die hochsensiblen Menschen selbst oder auch ihr Umfeld einen bestehenden Zusammenhang (zwischen einer fehlenden oder nur eingeschränkten Abgrenzung)nicht und sind dann verwundert über entsprechende darauffolgende Reaktionen.

Deshalb ist es als hochsensibler Mensch besonders wichtig sich daran zu erinnern, dass man besonders im Bereich der Emotionen vieles mitträgt, was über das eigene Sein hinausgeht…und was zu einer starken unbewussten Überforderung führen kann.
Bestimmte Reaktionen wie Rückzug oder eine gewisse Ungehaltenheit, bzw. Gereiztheit uvm. lassen sich oft dadurch erklären…Also ihr Lieben, denkt beim nächsten Mal daran, wenn ihr evtl. nicht wisst, warum ihr vielleicht gerade so oder so reagiert habt, das es vielleicht an einer fehlenden Abgrenzung liegen könnte.


© Loubins Way

Hochsensibilität ist keine Modeerscheinung

Hochsensible Menschenhat es zu allen Zeiten gegeben

Auch wenn die Hochsensibilität in den letzten Jahren immer häufiger im Gespräch ist, erforscht wird, bzw. verstärkt Informationen darüber zu erhalten sind, so stehen doch noch immer sehr viele Mitmenschen dem Thema Hochsensibilität KRITISCH gegenüber und werten den Begriff und das was sich dahinter verbirgt als MODEERSCHEINUNG ab.

Doch gab es von jeher Menschen,die hochsensibel/hochsensitiv, waren unddie unter anderem eine starke Empathie,ein ausgeprägtes Mitgefühl allen Lebewesen und der Natur gegenüber, Kreativität, sowie eine stark ausgeprägte Intuition in sich trugen.
In den meisten Kulturen wurden diese Menschen sogarbesonders gewürdigt und geschätzt.Gelangte man in Schwierigkeiten,wurde in erster Linie bei solch sensitiven Menschen um Rat gesucht.
Oft waren hochsensible Menschenheilkundig,spirituell orientiert und besaßenein großes Wissen umdas menschliche Bewusstsein.
DIE MODERNE GESELLSCHAFT FORDERT HOCHSENSIBLE MENSCHEN IM BESONDEREN HERAUS
Unsere Lebensumstände haben sich in den letzten 150 Jahren enorm verändert. Für hochsensible Menschen, die äußere und innere Reize kaum filtern können, ist eine Welt die immer lauter und schneller wird, eine extremgroße Herausforderung.
Permanente Reizüberflutung und ein…sich in der Gesellschaft kaum gespiegelt sehen…können zu Verunsicherung, Abwertung der eigenen Person, Burnout, mangelnden Selbstwert, bis hin zu psychosomatischen Beschwerden führen.

Aufgrund solcher möglichen Beschwerden werden Hochsensible in der heutigen Gesellschaft häufig als schwach, kränklich, nicht belastbar und ähnliches empfunden. Der Druck der schnelllebigen Gesellschaft lässt sie in einem Licht erscheinen, welches ihrem eigenen Inneren, sowie all ihren Stärken nicht wirklich entspricht.
Vor über 100 Jahren waren die äußeren Reize überhaupt nicht zu vergleichen mit denen von heute. Aufgrund dessen wurden Überforderungen kaum sichtbar und im Vordergrund standen stets die Stärken hochsensibler Menschen.
Während die sensitiven Menschen früher also meist als gesunde, feinfühlige, häufig auch hellsichtige Persönlichkeiten wahrgenommen wurden, die auf eine gewisse Art und Weise eine Kompetenz, Ausgeglichenheit und Stärke ausdrückten, hat sich das heutige Bild in Bezug auf viele hochsensible Menschen verschoben.
Doch hochsensible Menschen tragen all die positiven Persönlichkeitsmerkmale, die schon seit Jahrhunderten gewürdigt und geschätzt wurden auch in der heutigen Zeit in sich.
Es ist an der Zeit zu entdecken, dass diese Persönlichkeitsmerkmale wichtig sein können für den Einzelnen, sowie auch für die Gesellschaft und die Welt.

Es ist an der Zeit umzudenken und zu erkennen, dass vermeintliche Schwächen Folge einer möglichen Reizüberflutung der heutigen lauten, hektischen, grellen, hellen, schnelllebigen Zeit sein können. Es ist an der Zeit dich daran zu erinnern, welche positive Kraft und Weisheit in vielen hochsensiblen Menschen zu finden ist.
Hochsensible Menschen gab es immer und wird es immer geben und das ist etwas ganz Wunderbares.
Lasst uns gemeinsam Rahmenbedingungen schaffen dafür, dass die Stärken wieder wahrgenommen und gelebt werden können.


© Loubins Way

Hochsensibilität und der Blutzuckerspiegel


Wenn ich Hunger habe kann ich manchmal ziemlich unleidlich sein….

Kennst du das? Ein Hungergefühl beeinträchtigt dich stark in deiner Befindlichkeit… Du fühlst dich vielleicht sogar schwindelig oder dir ist übel, du kannst dich dann weniger gut konzentrieren und das Ganze gipfelt oft sogar mit großer Wahrscheinlichkeit in einer extremen Reizbarkeit oder in schlechter Laune…

Wenn du Hunger hast… bist du unleidlich, die Menschen in deiner Umgebung nehmen das wahr und sind irritiert… Vielleicht bist du sogar selbst irritiert darüber, dass es immer mal wieder vorkommt, dass du so unleidlich reagierst oder unkonzentriert bist. Hast du dich schon so manches Mal gefragt, warum das so ist?

Hier ist die Antwort, denn das Ganze hat einen Grund.

Bei vielen hochsensiblen Menschen ist der BLUTZUCKERSPIEGEL tendenziell zu niedrig, sowie vermehrt schwankend.
Durch ihre ausgeprägte Wahrnehmung mit allen Sinnen, gelangen viele Hochsensible schnell eine Überreizung die dazu führen kann, dass sie oft sehr viel schneller unter Stress geraten, als normalsensible Mitmenschen. Permanente Überreizung und Stress können bei vielen Hochsensiblen durch die Wechselwirkung des Stresshormons Cortisol und dem Insulin verursachen, dass sie schnell in eine Unterzuckerung gelangen. Eine Unterzuckerung wiederum kann extreme Auswirkungen auf das Wohlbefinden haben.

Ca. knapp 80% sagen, dass sie in ihrer Befindlichkeit extrem beeinträchtigt sind, denn eine solche Unterzuckerung kann extrem reizbar machen und Gefühle wie Übelkeit oder Schwindel oder auch schlechte Laune hervorrufen.

Ich persönlich bekomme von Menschen die mich gut kennen häufig zu hören… „Iss erstmal was“… bevor wir weiter reden…

In meinen hungrigen Momenten, ist für mein Gegenüber also schon spürbar, das meine Reizschwelle bereits enorm hoch ist. Manchmal spürt mein Gegenüber das sogar, bevor ich es selbst bemerke.
Wenn du dich also das nächste Mal fragst, warum du so genervt bist oder aber es dir körperlich nicht so gut geht, dir z.b. schwindelig ist oder du eine Übelkeit verspürst, dann denke daran, dass es möglich sein kann, dass dein Blutzuckerspiegel zu niedrig ist und du dringend etwas essen solltest.

Ja, manchmal kann die Lösung so einfach sein… Vielleicht kannst du mit diesem Wissen, beim nächsten Mal einem „Unleidlich sein“ oder einem „Unwohlsein sein“ entgehen, indem du einfach etwas Leckeres isst.

Von Herzen wünsche ich dir dabei einen guten Appetit, sowie eine entspannte harmonische und angenehme Zeit, die sich in deiner Befindlichkeit widerspiegelt.

© Loubins Way